Lexikon

Im Grundstox-Lexikon findest du alle wichtigen Begriffe aus der Börsen- und Finanzwelt kurz erklärt.

A

Abgeltungssteuer: Seit 2009 zahlen Anleger:innen auf ihre erzielten Kapitaleinkünfte grundsätzlich 25 Prozent Abgeltungsteuer zuzüglich Soli-Zuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die maximale Steuerbelastung für Kapitalerträge liegt unterm Strich bei 27,98 Prozent.

Absolut-Return-Fonds: haben das Ziel, innerhalb einer kurzen Zeitspanne – in der Regel einem Jahr – einen möglichst hohen Ertrag zu erzielen, egal wie die Märkte sich entwickeln.

Aktie: Urkunde über den Anteil am Kapital eines Unternehmens, das an der Börse geführt wird.

Aktienfonds: Mit einem Aktienfonds investierst du dein Geld ausschließlich oder zum überwiegenden Teil in Aktien.

Aktionär:in: Mit dem Kauf einer Aktie wirst du zum Aktionär / zur Aktionärin, also zum Miteigentümer:in eines Unternehmens, dessen Rechtsform die Aktiengesellschaft (AG) ist.

Anleihe: Hier leiht der Anleger / die Anlegerin einem Staat oder einem Unternehmen Geld. Dafür erhält er/sie Zinszahlungen und das Kapital zu einem festgelegten Zeitpunkt zurück.

Ausgabeaufschlag: fällt einmalig beim Kauf eines Fonds an. In der Regel liegt der Prozentsatz bei 1,5 bis fünf Prozent — manche Banken und Broker gewähren aber Rabatte oder verzichten ganz darauf.

Ausschüttend: Erträge / Dividenden von Fonds oder ETFs werden an Anleger:in ausgeschüttet und auf das Verrechnungskonto überwiesen.

B

Bafin: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz Bafin, beaufsichtigt und kontrolliert als Finanzmarktaufsichtsbehörde alle Bereiche des Finanzwesens in Deutschland. Sie untersteht dem Bundesfinanzministerium (www.bafin.de).

Bausparen: Als Bausparer:in zahlst du über einige Jahre jeden Monat einen festen Betrag ein. So baust du Kapital auf und erwirbst zugleich einen Anspruch auf ein Darlehen. Das Darlehen und die Zinsen dafür zahlst du dann wieder Monat für Monat zurück.

Benchmark: stellt die Entwicklung eines bestimmten Index (beispielsweise dem DAX) dar, der einem Fonds als Vergleichsbasis für die Wertentwicklung dient. Ziel eines aktiv gemanagten Fonds ist es, seinen jeweiligen Vergleichsindex zu schlagen.

Betrieblichen Altersvorsorge (bAV): Jede:r, der oder die in Lohn und Brot steht, hat ein Recht darauf, über den Betrieb für das Alter vorzusorgen. Also auch als Azubi oder Teilzeitkraft. Häufig steht bereits in deinem Arbeits- oder Tarifvertrag, welche Form der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) dir deine Firma anbietet. Du kannst dich auch bei deinem Chef/deiner Chefin oder in der Personalabteilung erkundigen.

Big Cap/Bluechip/Large Cap: So werden Konzerne mit einem hohen Börsenwert (zehn Milliarden Euro oder mehr) genannt. Das im deutschen Sprachgebrauch übliche Wort ist Standardwert.

Bilanz: Die Bilanz stellt in der Buchhaltung eine Übersicht über das Vermögen, das Eigenkapital und die Schulden eines Unternehmens zum Bilanzstichtag dar. Sie besteht aus zwei Seiten: Der Aktivseite mit den Bilanz Aktiva und der Passivseite mit den Bilanz Passiva.

Bonität: Oder auch Kreditwürdigkeit ist in der Finanzwirtschaft die Fähigkeit eines Wirtschaftssubjekts, die aufgenommenen Schulden zurückzahlen zu können und der Wille, diese zurückzuzahlen.

Briefkurs: Ist der Verkäuferkurs und bezeichnet den Betrag, den ein/eine abgabewilliger/abgabewillige Investor:in mindestens einnehmen möchte.

Bundesanleihe oder Staatsanleihe: Anleihen, die von Staaten wie der Bundesrepublik Deutschland ausgegeben werden. Ihre Laufzeiten reichen von einigen Wochen bis zu mehr als 30 Jahren. Deutsche Staatsanleihen zählen zu den sichersten Anlageformen.

Börse: Die Börse ist ein organisierter Handelsplatz, an dem regelmäßig Kauf- und Verkaufsaufträge, die Transaktionen, abgewickelt werden. Ob es sich dabei um Tulpenzwiebeln, Orangensaft, Schweinehälften oder Wertpapiere, Devisen und Kreditverbriefungen handelt, ist im Grunde egal. Wichtig ist nur, dass die Produkte am Handelsplatz nicht physisch vorhanden sind.

Börsenwert: Der sogenannte Börsenwert einer Aktiengesellschaft berechnet sich, indem man den Aktienkurs mit der Zahl der ausgegebenen Aktien multipliziert. So erhält man den Betrag, den man an der Börse zahlen müsste, um das ganze Unternehmen zu kaufen. In der Fachsprache wird der Börsenwert auch Marktkapitalisierung genannt.

D

Dachfonds: Dachfonds sind Investmentfonds, die das Kapital der Anleger:innen in andere Investmentfonds stecken – es werden sozusagen viele verschiedene Fonds unter einem Dach gebündelt.

DAX: Der Leitindex der Börse Frankfurt ist der Deutsche Aktienindex, kurz DAX.

Depot: Französisch für „Lager“. In einem Wertpapierdepot verwahrt das Geldinstitut deine Wertpapiere. Es funktioniert im Prinzip wie ein Girokonto: Es verwaltet das Geld, das auf dem Konto gelagert ist, und verbucht alle Ein- und Auszahlungen, die du tätigst.

Devisenbörsen: sind für den Handel von Währungen bestimmt.

Dispositionskredit: kurz Dispo. Überziehungsmöglichkeit bei deinem Girokonto. Du kannst also mehr Geld ausgeben, als du eigentlich hast. Das lassen sich Banken aber teuer bezahlen.

Diversifikation: auch Risikostreuung oder Diversifizierung genannt. Das Risiko streuen, indem du in unterschiedliche Assetklassen investierst.

Dividende: Als Anleger:in hast du ein Recht auf eine Gewinnbeteiligung: die sogenannte Dividende. In den meisten Ländern wird diese wie in Deutschland einmal im Jahr ausgeschüttet. Allerdings nur, wenn ein Gewinn gemacht wird und die Hauptversammlung beschließt, ihn an die Anleger:innen auszuschütten.

Dow Jones: der amerikanische Leitindex. Viele Börsen rund um den Globus orientieren sich daran, was in New York vor sich geht, deshalb wird sie auch als Weltleitbörse bezeichnet.

E

Ebit-Marge: Gewinn vor Zinsen und Steuern. Eine der am meisten beachteten Kennzahl, bei der Ab- und Zuschreibungen nicht berücksichtigt werden. Hier wird der Umsatz ins Verhältnis zum Gewinn vor Zinsen und Steuern gesetzt. Als akzeptabel gelten Ebit-Margen zwischen sechs und zwölf Prozent. Was darunter liegt, ist bedenklich, Werte über zwölf Prozent sind spitze.

Ebitda-Marge: Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation. Eine der wichtigsten Kennzahlen für die Gewinnspanne ist die Ebitda-Marge, die den Umsatz ins Verhältnis zum operativen Gewinn setzt.

Edelmetallbörsen: Edelmetalle wie Gold oder Silber werden an speziellen Edelmetallbörsen gehandelt.

Eigenkapitalrendite: Der Jahresüberschuss geteilt durch das Eigenkapital ergibt die Eigenkapitalrendite.

Eigenkapitalquote: bemisst das Eigenkapital zur gesamten Bilanz. Hat das Geschäft hohe Schulden, sinkt dieser Wert. Die Kennziffer gibt damit an, wie solide die Bilanz einer Firma ist.

ETF: Exchange Traded Fund. Ist ein börsengehandelter Fonds, der in aller Regel an einen Index gekoppelt ist und die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Index so exakt wie möglich nachbildet.

Europäische Zentralbank (EZB): Sie bestimmt über die Geldpolitik im gesamten Euroraum. Ihre wichtigste Aufgabe ist es, für stabile Preise zu sorgen und die Inflation in Schach zu halten. Die EZB verwaltet Währungsreserven und genehmigt die Ausgabe der Banknoten. Ihre Kompetenzen und Struktur entsprechen der Deutschen Bundesbank. Entscheidendes Merkmal ist ihre vertraglich garantierte Unabhängigkeit von Regierungen und EU-Organen.

Ex Dividende: Am Tag der Dividendenzahlung, also kurz nach der Hauptversammlung, erfolgt die Kursnotiz der Aktie mit einem Dividendenabschlag, also „ex Dividende“.

F

Festgeld: Wollen Sparer:innen kurz- bis mittelfristig Geld anlegen, tun sie dies üblicherweise als Festgeld. Dafür erhalten sie einen festgeschriebenen Zinssatz. Mit Festgeld bindest du dein Kapital zeitlich. Meist gilt: je länger die Laufzeit, desto höher die Zinsen. Festgeld muss vor Fälligkeit gekündigt werden – ansonsten verlängert sich die Laufzeit automatisch um die gleiche Zeitspanne.

Fonds: Fonds sind Anlageprodukte, bei denen viele verschiedene Investor:innenen Geld bei einer Kapitalanlagegesellschaft (KAG), auch Fondsgesellschaft genannt, einzahlen. Ein:e Fondsmanager:in bedient sich aus diesem Geldtopf und investiert das Kapital der Anleger:innen nach genau definierten Vorgaben am Kapitalmarkt.

G

Garantiefonds: Ein Fondstyp, der für risikoscheue Anleger:innen konzipiert ist und grundsätzlich eine eher untergeordnete Rolle bei Anleger:innen spielt. Garantiefonds geben für die gekauften Anteile am Ende der Laufzeit die Garantie für einen Mindestrückzahlungsbetrag.

Geldkurs: oder auch Käuferkurs. Ist der Betrag ist, den ein/eine potenzieller/potentielle Käufer:in bietet.

Geldmarkt: Auf dem Geldmarkt handeln Kreditinstitute untereinander oder mit Notenbanken kurzfristige Finanzmittel mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr aus. Er spielt folglich eine wichtige Rolle für die Liquiditätsbeschaffung der Geschäftsbanken.

Geschlossener Fonds: Du bist in der Regel sehr lange an dieses Investment gebunden. Schon aus diesem Grund sind Geschlossene Fonds nicht für jede:n Anleger:in geeignet. Die Fondslaufzeit kann je nach Segment und Konzeption zwischen vier und 30 Jahre betragen.

Girokonto: die Basis für deinen täglichen Zahlungsverkehr. Das Geld auf dem Girokonto ist stets in Bewegung, es ist „liquide“ und zirkuliert. Daher kommt auch der Name: „Giro“, der auf Italienisch so viel wie „Umlauf“ oder „Umsatz“ bedeutet. Das Girokonto ist das einzige Bankkonto, das du überziehen kannst.

H

Hauptversammlung (HV): Die ordentliche HV findet einmal im Jahr statt, denn sie ist die Zusammenkunft der Aktionäre und Aktionärinnen einer AG. Ihre wichtigsten Befugnisse: Bestellung des Aufsichtsrats, Entscheidung über die Verwendung des Gewinns, Entlastung von Aufsichtsrat und Vorstand und sowie über Kapitalmaßnahmen.

Hedgefonds: Hedgefonds zählen zu den alternativen Investmentfonds. Alternativ deshalb, weil sie nicht an der Börse gehandelt werden, sondern nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich sind. Hedgefonds sind zudem relativ unreguliert, müssen kaum Regeln der Aufsichtsbehörden folgen. Ein/e Hedgefondsmanager:in bedient sich einer breiten Palette von Finanzprodukten und investiert auch in den Terminmarkt.

Hochzinsanleihen: Eine noch riskantere Form von Staats- und Unternehmensanleihen. Länder und Unternehmen, die diese Form der Anleihe emittieren, verfügen über eine vergleichsweise geringe Bonität. Als Hochzinsanleihen gelten grundsätzlich alle Anleihen, die von Ratingagenturen mit der Note „BB“ oder schlechter bewertet werden. Man spricht in diesem Fall auch von Ramschanleihen, Junkbonds oder High Yields.

I

Immobilienfonds: Ein Offener Immobilienfonds kann theoretisch in eine unbegrenzte Anzahl von Immobilien investieren.

IPO: Initial Public Offering. Erstes öffentliches Angebot, wie ein Börsengang auch genannt wird

K

Kapitalmarkt: Der Markt für langfristige Kredite und Anlagen. Hier unterscheidet man zwischen dem Anleihe- oder Rentenmarkt für festverzinsliche Wertpapiere und dem Aktienmarkt, an dem Beteiligungen an Unternehmen – eben Aktien – gehandelt werden.

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Sie stellt den Börsenkurs einer Aktie anderen ökonomischen Größen wie dem Gewinn pro Aktie, dem EBIT, der Dividende sowie dem Betriebsergebnis gegenüber.

Kursindex: Beim Kursindex werden zur Berechnung lediglich die Kursveränderungen der Indexmitglieder herangezogen. Nicht berücksichtigt werden die Dividenden, die eine Aktiengesellschaft unter Umständen regelmäßig an die Anteilseigner ausschüttet.

Körperschaftsteuer: Bei Investmentfonds werden seit 2018 auf Fondsebene 15 Prozent Körperschaftsteuer abgezogen, wenn sie deutsche Dividenden kassieren. Bei Erträgen aus deutschen Immobilien sind es 15,875 Prozent.

L

Leitzins: ist der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken Geld bei der Zentralbank eines Landes leihen können. Im Euroraum legt die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins fest, in den USA ist es die Notenbank Federal Reserve (Fed).

Limit-Order: Beim Kauf einer Aktie wird der Höchst-, beim Verkauf der Mindestpreis festgelegt.

Liquidität: Als Liquidität wird die Verfügbarkeit des angelegten Geldes bezeichnet: Je schneller und unkomplizierter du an dein Vermögen kommst, desto liquider ist die Anlage.

M

MDAX: hier werden die mittelgroßen deutschen Aktiengesellschaften zusammengefasst.

Midcap: So werden Firmen mit einem mittleren Börsenwert (ein bis zehn Milliarden Euro) genannt. In Deutschland werden die mittelgroßen Werte auch als Nebenwerte bezeichnet.

Mischfonds: Ein klassischer Mischfonds, auch Multi-Asset-Fonds genannt, investiert in Aktien, Renten und Geldmarktinstrumente. Mischfonds können aber zusätzlich auch in Währungen, Edelmetalle, Immobilien oder Rohstoffe investieren.

N

Nasdaq: Die größte elektronische Börse der USA, die National Association of Securities Dealers Automated Quotations, kurz NASDAQ. Auf der elektronischen Handelsplattform, die im Jahr 1971 an den Start ging, tummeln sich die Aktien von etwa 3300 Firmen. Da viele davon aus dem Technologiesektor stammen, wird die Nasdaq oft Technologiebörse genannt.

Nettovermögen: Vermögen minus Verbindlichkeiten.

Nikkei 225: Der Leitindex der Tokioter Börse ist der Nikkei 225.

O

Offener Fonds: Anleger:innen können den Fonds in der Regel jederzeit wieder verkaufen

Order platzieren: Kaufst oder verkaufst du Wertpapiere, erteilst du dem Institut den entsprechenden Auftrag über dein Depot.

 

 P

Performance-Fee: ist eine Gebühr, die manche Fonds zusätzlich erheben. Erzielt der Fonds hohe Gewinne, wird der/die Fondsmanager:in mit einem gewissen Prozentsatz davon zusätzlich belohnt.

Performanceindex: Hier wird unterstellt, dass die Einnahmen aus dem Aktienbesitz, wie zum Beispiel Dividenden oder Bezugsrechtserlöse, vollständig wieder in dieselbe Aktie reinvestiert werden. Da sich der Kurs einer Aktie am Zahltag der Dividende für gewöhnlich ungefähr um deren Betrag verringert, wird dieser sogenannte Dividendenabschlag beim Performance-Index kompensiert.

Pfandbriefe: Im Grunde sind Pfandbriefe Unternehmensanleihen mit zusätzlichem Sicherheitspuffer: Für den Fall einer Insolvenz des Emittenten ist der Pfandbrief mit zusätzlichem Vermögen besichert.

R

Rentenfonds: Unternehmen oder Staaten geben verzinsliche Wertpapiere wie Anleihen oder Pfandbriefe aus, um sich Geld zu beschaffen – zum Beispiel für Investitionen. Rentenfonds investieren in diese Wertpapiere und erhalten im Gegenzug Zinsen für diese Darlehen. Die regelmäßigen Zinszahlungen sind auch der Grund, weshalb man von „Renten“ spricht.

Robo-Advisors: ist ein Algorithmen-basiertes System, das für Nutzer:innen ein individuelles und aussichtsreiches Portfolio zusammenstellt.

Rohstofffonds: Bei vielen Rohstoffen ist der Handel mit den Rohstoffen selbst für Privatanleger:innen nicht möglich. Eine Alternative sind entsprechende Fonds. Ein Rohstofffonds investiert in der Regel in Derivate, also indirekt in Rohstoffe. Dies geschieht meistens über Finanzinstrumente wie Futures.

 S

SDAX: hier werden die kleinen deutschen Aktiengesellschaften zusammengefasst.

Small Cap: Aktiengesellschaften mit einem geringen Börsenwert (300 Millionen bis eine Milliarde Euro) werden so genannt.

Smart Beta: Dahinter verbergen sich ETFs, die bestimmte Strategien anwenden, um entweder das Risiko bei annähernd gleicher Rendite zu reduzieren oder bei etwa gleichem Risiko mehr Rendite zu erzielen als der Gesamtmarkt (im Idealfall die Kombination aus beidem).

Stammaktie: Wer eine Aktie besitzt, erhält oft mehr als nur einen Anteil am Grundkapital, denn bei den meisten Wertpapieren handelt es sich um Stammaktien. Für sein Investment bekommt der/die Aktionär:in dabei neben dem Firmenanteil auch ein Stimmrecht. Damit kann er/sie bei wichtigen unternehmerischen Entscheidungen mitreden. Zur Kennzeichnung tragen Stammaktien in der Regel das Kürzel „St.“ oder „StA“ am Namensende.

Staatsanleihe oder Bundesanleihe: Anleihen, die von Staaten wie der Bundesrepublik Deutschland ausgegeben werden. Ihre Laufzeiten reichen von einigen Wochen bis zu mehr als 30 Jahren. Deutsche Staatsanleihen zählen zu den sichersten Anlageformen.

Stop-Buy-Order: Während bei einer limitierten Kauforder der als Auslöseschwelle dienende Kurs unter der aktuellen Notierung liegt, ist es bei der Stop-Buy-Order andersherum. Prallt eine Aktie etwa immer wieder bei 20 Euro nach unten ab, könnte es beim Überschreiten des Widerstands weiter nach oben gehen. Für solche Fälle dient die Stop-Buy-Order.

Stop-Loss-Order: bei einem Verkaufsauftrag, wird eine Kursschwelle unterhalb des aktuellen Kurses gewählt. Wird dieser Stoppkurs durchbrochen, kommt es zum Verkauf.

T

Tagesgeld: Willst du jederzeit uneingeschränkt über dein Geld verfügen, entscheidest du dich für ein Tagesgeldkonto. Der große Vorteil gegenüber dem Festgeld ist, dass die meisten Banken keine Mindestanlagesumme fordern. Außerdem wird das Guthaben ab dem ersten Euro verzinst. Der Nachteil: Der Zins kann sich jederzeit ändern.

TecDAX: Hier werden die deutschen Technologiewerte zusammengefasst.

TER: oder auch Gesamtkostenquote. Der Total Expense Ratio (TER) ist der Prozentsatz, der die jährlichen laufenden ETF-Kosten angibt.

Thesaurierend: laufende Erträge von Fonds oder ETFS werden direkt wieder angelegt.

Tradegate: 2001 wurde Tradegate vom Börsenmakler Holger Timm in Berlin gegründet, inzwischen gehört die Mehrheit jedoch der Deutschen Börse. Seit 2009 gilt die ehemals außerbörsliche Plattform auch offiziell als Wertpapierbörse. Gehandelt wird wie auf Xetra ausschließlich elektronisch.

Transaktion: Kontobewegungen werden Transaktionen genannt, dabei ist die Überweisung ihre gängigste Form.

U

Unternehmensanleihe: Auch viele Firmen geben Anleihen aus, um sich Geld zu beschaffen. Die erwartbare Rendite hängt von der Laufzeit der Anleihe und der Bonität des Unternehmens ab.

V

Verbindlichkeiten: die Verpflichtung einer Person (Schuldner:in) gegenüber seinen Lieferant:innen oder Kund:innen (Gläubiger:innen). Diese Verbindlichkeit besteht meist finanziell in Form einer Geldleistung. Bspw: Dispo- und Ratenkredite, BaföG-Darlehen, sonstige Darlehen, Immobilienkredit. Sie kann jedoch auch aus einer anderen Leistung bestehen.

Volatilität, kurz Vola: Die Schwankungen des Aktienmarkts werden so bezeichnet. Sie wird in Prozent gemessen und gibt (vom Mittelwert aus gerechnet) die Abweichungen nach oben und unten an.

Vorzugsaktien: gewähren dem/der Anleger:in kein Stimmrecht. Im Gegenzug werden die mit einem „Vz.“ gekennzeichneten Papiere bei der Dividendenzahlung bevorzugt. Am gebräuchlichsten ist, dass es eine leicht höhere Gewinnbeteiligung als bei Stammaktien gibt.

W

Wandelanleihe: Mischung aus Anleihe und Aktie. Die Anleihe kann zu einem bestimmten Kurs in Aktien gewandelt, also getauscht werden. An diese komplexen Finanzmarktprodukte sollten sich aber nur Anleger:innen mit entsprechender Expertise wagen. Für Anfänger:innen sind sie nur bedingt geeignet.

Warenbörse: Güter wie landwirtschaftliche Erzeugnisse, Öl oder Kaffee werden an Warenbörsen gehandelt.

Wertpapierbörsen: An Wertpapierbörsen werden Aktien oder festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen gehandelt.

X

Xetra: (exchange electronic trading) ist das elektronische Handelssystem der Deutschen Börse in Frankfurt.

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